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14.10.2019
Gleisanlage Modellbaupark Auenhain, Bahnhof
Bahnhof Silberschacht

Zunächst die Ausgangsbedingungen.

Von einem Bahnsteig mit zwei Gleisen (Gleis und und Gleis 2) sollen die Signale (S1 und S2) freigeschaltet werden können (Taster, roter Punkt), um einen nachfolgenden Kreuzungsbereich zu sichern. Parallel zu den Bahnsteigen verläuft die innere Schleife, welche automatisch mittels Schienenkontakt (S3, roter Punkt) das Signal auf Grün schalten soll, falls nicht bereits vom Bahnsteig ein Gleis Grün erhält. Falls bereits die Kreuzung von einem anderen Gleis gesichert wurde, muss das Signal von Hand auf Grün gestellt werden.
Solange alle anderen Signale auf Rot stehen, soll das zusätzliche Gastfahrergleis (S4, S4h) automatisch Grün erhalten. Wenn ein Gastfahrer fährt, soll die Kreuzung automatisch gesichert werden.
Wird über einen der Taster S1, S2 oder den Schienenkontakt S3, rote Punkte, das zugehörige Signal auf Grün geschaltet, wird gleichzeitig die Kreuzung gesichert und kein anderes Signal kann auf Grün geschaltet werden. Wird der Schienenkontakt neben einem Signal überfahren (schwarzer Punkt), schaltet das Signal auf Rot, die Kreuzung bleibt aber gesichert. Das Gastfahrergleis hat an den Signalen S4 und Vorsignal S4h immer grün, wenn alle anderen Signale Rot anzeigen und die Kreuzung nicht gesichert, also frei ist. Überfährt ein Gastfahrer den Schienenkontakt am Signal S4, schaltet das Signal S4 ebenfalls auf Rot, zusätzlich wird die Kreuzung gesichert.
Die Kreuzung bleibt solange gesichert, bis ein Fahrzeug einen der Schienenkontakte A (grüner Punkt) überfährt. Dadurch wird eine Zeitschaltung gestartet, welche nach Ablauf einer eingestellten Zeit die Kreuzung wieder freigibt und das Gastfahrersignal wieder auf Grün schaltet.
 
Die Beschreibung noch einmal im Einzelnen:
Gleis 1: Lokführer schaltet über Taster (Magnetschalter, roter Punkt) sein Signal S1 (gelber Punkt) auf grün. Kreuzung wird gesichert und Gastfahrer erhalten Rot. Lokführer überfährt Schienenkontakt S1 (schwarzer Punkt). Signal schaltet auf rot. Kreuzung bleibt gesichert. Lokführer überfährt Schienenkontakt A (Auflösung, grüner Punkt). Zeit läuft ab. Kreuzung wird freigegeben und Gastfahrer erhalten grün.
Gleis 2: Dasselbe wie an Gleis 1.
Innenkreis: Im Prinzip dasselbe wie an Gleis 1 und zwei, nur dass der Lokführer sein Signal durch Überfahren des Schienenkontaktes S3 (roter Punkt) schaltet.
Gastfahrer: Das Signal S4 (gelber Punkt) und das Vorsignal S4h (gelber Punkt) sind immer grün, wenn die Kreuzung frei und nicht gesichert ist. Überfährt ein Gastfahrer den Schienenkontakt am Signal S4, werden die Signale S4 auf Rot und S4h auf Gelb geschaltet und die Kreuzung gesichert. Die Auflösung erfolgt wie gehabt durch die Schienenkontakt A (grüner Punkt).

Dann die Signalplatinen, welche alle identisch aufgebaut sind:


Drei Relais, drei LEDs, drei Widerstände für die LEDs, eine kleine Diode und Schraubklemmen.
Das oberste Relais dient ausschließlich der Schaltung der Last, also der Signallampen am Signalschirm, und schaltet direkt 24V.

An den Kontakt 2 kommt die Eingangsspannung, an die Kontakte 1 und 3 die Ausgänge zu den Signallampen.

Die eigentliche Steuerung erfolgt durch die beiden unteren Relais.
Die Kontakte werden wie folgt angeschlossen:

X1-1:   Zur Signallampe Grün (Grün)
X1-2:   Spannungsversorgung Signallampen (Schwarz)
X1-3:   Zur Signallampe Rot (Ruhestellung) (Weiß[Grün])

X1-4:   Eingang vom Reed-Kontakt (+24V); Anforderung (Weiß[Orange])
X1-5:   Spannungsversorgung +24V (Rot)
X1-6:   Ausgang (+24V), wenn Q2 angezogen (LED Grün); zur Auflösesteuerung „belegt“ X2-3 (Gelb)
X1-7:   Eingang von Schienenkontakt neben Signal (+24V); Rücksetzung (Orange)
X1-8:   Minus (0V) (Blau)
Bild der Signalplatine Nach Einschalten der Spannungsversorgung (X1-5 und X1-8) liegen alle Relais in Ruhestellung. Das mittlere Relais Q2 steuert über .21-.22 die rote LED D2 an.
Wenn am Reed-Kontakt geschaltet wird (Reed-Kontakte bekommen von der Auflösesteuerung +24V geliefert), wird der Impuls an den Eingang X1-4 geliefert und das Relais Q2 zieht an und schaltet die LED D2 über .11-.14 auf Grün und sich selbst in Selbsthaltung über .21-.24, gleichzeitig steuert es Relais Q1 an, welches das Signal auf Grün schaltet. Außerdem schaltet das Relais Q2 auf den Ausgang X1-6 +24V über .11-.14, welche zur Auflösesteuerung X2-3 gehen, um die Auflösesteuerung in den Zustand „Gleis belegt“ zu schalten. Damit nicht von benachbarten Signalen oder der Auflösesteuerung der Strom zurück zur Schaltung fließt, ist der Ausgang X1-6 mit einer Diode D4 vom Relais Q2.14 getrennt.

Über das Relais Q3 wird im Ruhezustand 0V an die Relais Q1 und Q2 geliefert. Wenn Q3 anzieht, wird über .21-.22 die 0V unterbrochen und die Schaltung fällt in die Ausgangsstellung zurück.
Wenn über den Schienenkontakt neben dem Signal +24V an den Rücksetz-Eingang X1-7 anliegen, wird das Relais Q3 angezogen. Gleichzeitig leuchtet/blitzt die gelbe LED D3 kurzzeitig auf. Die gelbe LED zeigt an, dass am Eingang X1-7 ein Signal anliegt und die Ansteuerung von den Relais Q1 und Q2 unterbrochen wird.
Bild vom Schaltplan der Signalplatine
Untereinander können an allen Signalplatinen folgende Leitungen durchverbunden werden:

X1-2:   Spannungsversorgung Signallampen
X1-5:   Spannungsversorgung +24V
X1-6:   Ausgang (+24V), zur Auflösesteuerung „belegt“ X2-3
X1-8:   Minus (0V)

Eine Ausnahme bildet der Anschluss der Platine für das Gastfahrergleis: Anstelle des Reed-Kontakts wird dort direkt das Ausgangssignal der Auflösesteuerung angeschlossen, sodass bei freier Kreuzung die Signalsteuerung auf Grün geschaltet wird. Dafür wird der Ausgang X1-6 nicht angeschlossen, da das Signal ja permanent auf Grün steht und sonst die Auflösesteuerung in ständigen „belegt“-Status versetzen würde. Die Ansteuerung für die „belegt“-Meldung wird parallel auf den Eingang X1-7 aufgeklemmt, sodass bei Durchfahren des Signals das Signal auf Rot schaltet und gleichzeitig die Kreuzung gesichert wird. Umgekehrt wird das Signal auch auf Rot geschaltet, wenn ein anderes Signal auf Grün schaltet und +24V-Spannung auf den „belegt“-Ausgang schaltet.
Eine weitere Besonderheit ist, dass ein zusätzlicher Schienenkontakt über die Auflösesteuerung zur Signalplatine für den inneren Kreis geht und dort auf den Eingang X1-4 mit aufgeklemmt ist.

Die Auflösesteuerung besteht aus zwei (neu, alt drei) Relais und einer anzugsverzögerten Relaisbaugruppe. Die Auflösesteuerung hat folgende Anschlüsse:

X2-1:   Ausgang (+24V) zur Signalplatine für das Signal K an den Eingang X1-4 (Weiß[Orange])
X2-2:   Eingang (+24V) vom Schienenkontakt Anforderung auf Gleis K (Weiß[Orange])
X2-3:   Eingang (+24V) von X1-6 (Gelb)
X2-4:   Ausgang +24V zu den Reedkontakten (Braun)
X2-5:   Spannungsversorgung +24V (Rot)
X2-6:   Minus 0V von Zeitrelais K(time) open (Grau)
X2-7:   Eingang (+24V) von Gleiskontakte Auflösung (Schwarz)
X2-8:   Ausgang (+12V) zum Zeitrelais K(time)+ (Rot)
Bild der Auflöseplatine Die Funktion um Relais Q1 steuert die „Gleis besetzt“-Funktion. An den Anschlüssen X2-5 und X2-6 liegt die Versorgungsspannung an. Während X2-5 permanent mit +24V versorgt wird, liegt am Anschluss X2-6 nur 0V an, wenn das anzugsverzögerte Zeitrelais nicht angezogen hat. Das Sammelsignal der Signalplatinen von den Ausgängen X1-6 wird an die Klemme X2-3 angeschlossen und löst das Relais Q1 aus, welches sich selbst hält über die Kontakte .11-.14 und gleich-zeitig die rote LED D1 einschaltet. Gleichzeitig wird die Spannung von den Reed-Kontakten von .11-.12 abgeschaltet und über die Kontakte .21-.24 wird der Schienenkontakt für die Anforderung auf Gleis K unterbrochen.

Das Relais Q2 steuert die Auflösung. Die Schienenkontakte zur Auflösung liefern +24V an den Anschluss X2-7, wodurch das Relais Q2 anzieht und sich selbst über die Kontakte .21-.24 hält. Gleichzeitig wird der Spannungsregler für die +12V-Spannung des Zeitrelais mit +24V Spannung versorgt. Über die Kontakte .11-.14 liegt die +12V-Spannung am Ausgang X2-8 an und schaltet das Zeitrelais ein. Parallel zu Relais Q2 wird die gelbe LED D2 eingeschaltet und zeigt an, dass die Auflösungsautomatik läuft.

Das Zeitrelais K(time) hat für die Versorgungsspannung zwei Anschlüsse, + und -, und zusätzlich drei Anschlüsse, welche direkt auf den Wechslerkontakt eines Relais führen mit den Bezeichnungen common, open und close. Am Anschluss common liegen dauerhaft 0V an und liefern diese Spannung im Ruhezustand an den Ausgang open. An diesem Ausgang wird die Auflösesteuerung mit dem Anschluss X2-6 angeschlossen.

Wenn auf der Auflösesteuerung das Relais Q2 anzieht, wird das Zeitrelais K(time) eingeschaltet und nach der eingestellten Zeit zieht das Relais auf der Zeitrelaisplatine an und unterbricht damit die 0V-Versorgung der Auflösesteuerung, wodurch die Relais Q1 und Q2 in die Ausgangsstellung zurückfallen. Dadurch wird die +24V-Spannung wieder an die Reedkontakte geleitet und gleichzeitig das Signal für das Gastfahrergleis, welches mit seinem Eingang X1-4 am Aus-gang X2-4 angeschlossen ist, auf Grün geschaltet.
Bild vom Schaltplan der Auflöseplatine